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| Haltungs-Anspruch: |
bedingt Einsteiger
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| Schutzstatus: |
kein Schutzstatus, nicht meldepflichtig
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| Herkunft: |
Anzutreffen ist diese Art in Mexiko, vom südlichen Pueblo
westwärts bis zum östlichen Morelos und nach Süden bis zum
nördlichen Oaxaca (siehe Herkunftskarte).
Sie lebt in trockenen Gebieten, in Höhenlagen von ca. 1500 m. |
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Diese Art wurde 1983 von Hugh Quinn für Dr. Jonathon Campbell entdeckt.
Da diese Art nicht artengeschützt ist, ist sie nicht meldepflichtig.
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| Habitat: |
geographische
Übersicht des Herkunftsgebiets der 'Campbelli'
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| Aussehen: |
Der Kopf der Lampropeltis t. campbelli geht fließend
in den Rest des Körpers über und ist von der Schnauze an bis über
die Augen schwarz beringt, so dass es aussieht, als wenn sie eine Maske
trägt. Danach folgt ein weißer Farbring.
Normal haben sie 16 rote, 16 weiße und 32 schwarze Ringe. Am Schwanzende
sind 5 schwarze und weiße Ringe vorhanden, das Rot fehlt hier.
In unserem Fall haben die Tiere anstelle der weißen Bänder aprikosenfarbene
(daher der Zusatzname "apricot phase"). Diese reichen von einem
sehr farbintensiven Orange bei dem Weibchen, bis hin zu einem hellen Gelb
bei dem Männchen.
Die roten und die aprikofarbenen Ringe sind ungefähr zweimal so breit
wie die schwarzen Ringe auf dem Körper.
Auf der Bauchoberfläche finden wir eine ähnliche Zeichnung wie
auf der Rückenoberfläche vor.
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| Verhalten: |
Es sind recht hektische Schlangen, die sich aber trotzdem
recht gut halten lassen.
Das normalerweise dämmerungsaktive Verhalten kann sich jahreszeitlich
bedingt ändern, denn im Frühjahr und Herbst sind sie auch teilweise
tagsüber aktiv. Im Sommer dagegen nur abends oder nachts.
Jungtiere sind etwas nervöser, verfallen sie in Panik, artet das in
wilde, schlängelnde Kopfbewegungen aus. Sicherlich können sie
auch zum Beißen neigen, allerdings verliert sich das mit dem Alter
und unterscheidet sich nicht allzu sehr von anderen Natternarten. Natürlich
gibt es auch hier Ausnahmen, wo das Beißverhalten bleibt und das Tier
nicht ruhiger wird. Aber wo finden wir das nicht.
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| Größe: |
Lampropeltis t. campbelli erreicht eine maximale Gesamtlänge von
80 bis 95 cm, wobei die Männchen etwas kleiner bleiben. Damit ist
sie vom Platzaufwand her eine recht attraktive Schlangenart.
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| Haltung: |
Terrarium:
Bei juvenilen Tieren reichen zu Anfang kleine Spinnenwürfel mit den
Maßen L25cm x B20cm x H20cm. Da diese Tiere nicht besonders groß
werden und diese Art eher bodenbewohnend ist, liegt man mit einem Endterrarium
der Maße L1,0m x B50cm x H50cm ganz gut im Schnitt. Natürlich
hat ein etwas größeres Terrarium noch nie geschadet.
Als Bodensubstrat wird ein lockeres Sand-Torf-Gemisch empfohlen, auch
können glatte Kiesel, Holzspäne (nicht Zeder, da giftig), Kieferschnitzel
und Rindenstücke benutzt werden. Ebenfalls sehr beliebt ist trockenes
Moos.
Wir verwenden ein Humus-Ziegel-Kork-Gemisch.
Einzelhaltung wegen vermehrtem Kannibalismus ist gerade bei dieser Unterart
empfehlenswert.
Sommer:
Tagsüber fühlen sich die Tiere bei etwa 24- 26°C in den
kalten Zonen und 27-30°C an den Sonnenplätzen wohl.
Nachtabsenkung auf 23-25°C in den wärmeren Monaten.
Winter:
Im ersten Lebensjahr kann im Winter die Temperatur auf 17-20°C abgesenkt
werden. Ab dem 2. Lebensjahr siehe unter Winterruhe.
Luftfeuchtigkeit: ca. 55 - 60% in den warmen Monaten, da dann die Regenzeit
beginnt, insofern ist tägliches Sprühen angebracht.
Im Winter beginnt die Trockenperiode, hier sollte die Luftfeuchtigkeit
eher etwas niedriger gehalten werden.
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| Beleuchtung: |
In den wärmeren Monaten ca. 12-14 Stunden
Beleuchtungsdauer.
Im Winter 2-4 Stunden weniger.
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| Futter: |
In freier Natur kleine Eidechsen, kleinen Schlangen, nestjunge
Vögel und Nager.
Im Terrarium vorwiegend Nager wie Ratten und Mäuse.
Nach der ersten Häutung der Jungtiere werden Pinkiemäuse angeboten.
Es kann sein, dass einige Nachzuchten das Futter verweigern. Einfach abwarten
und nicht sofort versuchen zu stopfen. Die meisten Tiere gehen nach einiger
Zeit und etwas Geduld von alleine ans Futter.
Bis zu einer Größe von 50 cm sollte man alle 4-5 Tage mit Mäusepinkies
füttern, danach erfolgt eine Umstellung auf einen Fütterungsintervall
von einmal pro Woche. Die angebotene Beute sollte dann dem Durchmesser
der Körpermitte der Schlange entsprechen.
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| Winterruhe: |
Im ersten Lebensjahr nicht nötig.
Ab dem 2. Lebensjahr, je nach Substanz der Tiere, eine Überwinterung
von Mitte November bis Mitte Februar bei 10-14°C.
Mit der Fütterung ca. gegen Ende Oktober aufhören, damit sich
der Darm entleeren kann. Ab Mitte November die Temperaturen langsam runtersetzen.
Frisches Wasser sollte weiterhin in diesem Zeitraum angeboten werden. Wöchentliche
Kontrolle des Tieres auf den Gesundheitszustand muss eingehalten werden.
Ab Mitte Februar werden die Temperaturen langsam über 3 Wochen wieder
hochfahren. Sobald die Temperaturen wieder ihren Normalzustand erreicht
haben und die Tiere einen gesunden Eindruck machen, wird das erste Futter
angeboten. Bei Weibchen sollte dieses etwas kleiner, dafür aber häufiger
angeboten werden, ca. alle 3-4 Tage, 1-3 Rattenpinkies oder entsprechende
Mäuse. Bei Männchen wird nur die ersten 2 Wochen kleiner gefüttert,
danach kann man wieder auf die "alte" Futtertiergröße
umsteigen.
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| Nachzucht: |
-eierlegend-
Geschlechtsreife der Tiere nach ca. 2-3 Jahren, je nach Fütterung und
Substanz der Tiere.
Die Tiere sollten am besten getrennt gehalten werden, da eine Kopulation
bis zu 3 mal im Jahr möglich ist. Insofern nur zur Paarungszeit zusammen
setzen.
Paarung Anfang bis Mitte März, Eiablage ca. 45 Tage danach
Inkubation 60-65 Tage bei 90% LF und ca. 27°C
Gelege zwischen 4 - 10 Eier
Jungtiere haben beim Schlupf eine Größe von ca. 14-19 cm
Da die juvenilen Nachzuchten kannibalistisch veranlagt sein können,
sollte man diese bis zur Geschlechtsreife getrennt halten und auch später
nur zur Paarung zusammen setzen.
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| Zusammenfassung: |
Eine besonders farbenprächtige Schlangenart,
die relativ gut im Terrarium zu halten und auch nachzuzüchten ist.
Die Haltungsbedingungen fallen nicht aus dem Rahmen und unterscheiden sich
nicht immens von einer Kornnatter und gerade wegen ihrer geringen Endgröße
ist die Campbelli für viele Natternfreunde sehr reizvoll.
In meinen Augen vielleicht nicht unbedingt die typische Anfängerschlange,
da sie doch teils recht nervös und hibbelig sein kann und ein Einsteiger
vielleicht etwas überfordert wäre. Wer sich davor allerdings
nicht Bange macht oder seine ersten Erfahrungen schon mit anderen Natterarten
gesammelt hat, sollte sich durch die Farbbrillanz und das interessante
Äußere bestechen lassen und diese Tiere sein Eigen nennen.
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