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| Haltungs-Anspruch: |
Einsteiger, Halter mit Erfahrungen
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| Schutzstatus: |
WA II/ Anhang B, melde- und nachweispflichtig
(Herkunftsnachweis nötig)
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| Herkunft: |
Nur in Zentral-Australien, in einem Gebiet rund
um Alice Springs (MacDonnel Ranges). Das Habitat ist eher als Ödland
zu bezeichen und eher wüstenartig. Jedoch ist dieser Landstrich durchaus
mit Vegetation durchzogen und saisonal auch mit Flußläufen. |
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So, wie man sich halt das australische "Outback" vorstellt.
In der Nähe dieser Flußläufe hält sich u. a. der nachtaktive
Bredli auch auf, wo er im Speziellen auf Felsen liegend, in Sträuchern,
auf Bäumen und auf Flußbänken aufzufinden ist. (siehe Habitat-Fotos)
Seine rote Färbung tarnt ihn am besten in dieser einzigartigen, sandigen
und felsigen Umgebung.
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| Habitat: |
Grafik
des Herkunftsgebietes
zur Ansicht der aktuellen Klimadaten bitte hier klicken
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| Größe: |
Hier gibt es die widersprüchlisten Angaben, von 5 Fuß (153
cm) bis 250 cm.
Das ist wohl bedingt durch die unterschiedlichen Haltungen und Fütterungen
der einzelnen "Halter und Züchter", denn diese Unterart
ist wenig literarisch behandelt und treibt in der Terraristik eher ein
Schattendasein.
In der Gefangenschaft darf man daher im Durchschnitt ca. 180 cm bis 200
cm ausgehen, in der Natur bis 250 cm und in Einzelfällen größer.
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| Haltung: |
Laut dem BNA-Gutachten
sollten folgende Terrariengrößen gelten:
BTH 0,75 x 0,5 x 1,0 (mal Köperlänge) für 1 - 2 Tiere unter
200cm Körperlänge
Bei 180cm Köperlänge ergäbe dieses ein Terrarium mit BTH
135 x 90 x 180 cm
Dieses Gutachten trifft in diesem Fall ganz und gar nicht den Pudels Kern,
da Bredlis eher ein breites Becken anstatt einem hohen Terrarium benötigen
(gerade, wenn diese adult sind). So ist ein Terrarium mit der Grundfläche
von 200 x 80 cm und einer Höhe von 80 cm für ein Pärchen
adäquat.
Der Temperaturgradient in der Natur ist sehr groß und reicht dort
am Tage von 26°C bis 42°C.
Im Terrarium sollte ein gesundes Mittelmaß gefunden werden, wobei
die Grundtemperatur bei 29-32°C liegen soll. Die höheren Temperaturen
darüber sollten nur lokal auf einem Platz erreicht werden, wobei
diese auch mal eben bei
35°C und etwas kurzfristig darüber liegen dürfen! So wie
diese höheren Temperaturen von Nöten sind, muss es auch kühlere
Plätze bei 26°C geben. Der Bredli muss also die Möglichkeit
im Terrarium haben, zwischen "heißen" und kühlen
Plätzen zu wechseln.
Die Nachttemperaturen sollten ca. 23-26°C betragen.
Luftfeuchtigkeit ca. 50-65%. tagsüber, nachts bis zu 75%
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| Beleuchtung: |
"Bredls" sind rein dämmerungs- und nachtaktive
Tiere.
Sie benötigen daher kein UV-Licht, jedoch bewirkt dieses eine intensivere
Farbwiedergabe (die Farben kommen also besser zur Geltung). Ob man in UV-Licht
investieren muss, ist daher eine subjektive Entscheidung - rein zur schöneren
Betrachtung ist es empfehlenswert. Wir selbst nutzen eine reine Tageslicht-Leuchtstoffröhre
mit geringen UV-Anteil zur zusätzlichen Ausleuchtung. Diese geht als
erste Lichtquelle an und als letzte aus.
Im Sommer ist die Lichtdauer 12 bis 14 Stunden optimal, welche zum Winter
hin auf 9-10 Stunden gesenkt werden sollte (nur bei adulten Tieren). Diese
unterschiedliche Lichtdauer ist allein schon zur Vorbereitung der adulten
Paare zur Verpaarung notwendig.
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| Futter: |
Ein Morelia bredli frisst so ziemlich jede Art von Nagetieren, aber auch
Geflügel (wobei wir aufgrund des übelriechenden, breiigen Kots,
der bei Geflügel-Verfütterung resultiert, davon abraten).
Jungtiere sollte man alle 8-10 Tage füttern, semi-adulte alle zwei
und adulte Tiere alle zwei bis drei Wochen.
Jungtiere/Neonaten sind teils schwerer an das Futter zu gewöhnen
als andere Teppichpython-Arten. Es kann einige Monate dauern, bis wirklich
alle Nachzuchten selbstständig an das Futter gehen. Einige fressen
sofort, willig und problemlos, andere verweigern über einen sehr
langen Zeitraum das erste Futter bzw. die regelmäßige Futteraufnahme.
Ein erst mal futterfestes Tier kann man aber ohne Übertreibung als
"gierig" bezeichnen, Futter wird eigentlich immer gern angenommen
und teilweise wirken die Tiere bei der Fütterung sogar recht hastig
und ungestüm.
Gelegentliche Fastenperioden verhindern eine Verfettung des Tieres, da
auch diese Art, wie die Artgenossen, Morelia spilota variegata, gierige
Fresser sind.
In der Paarungszeit im Winter kann das Futter vom Weibchen verweigert
werden.
Generell können "Bredls" sehr schnell an Tot-Futter gewöhnt
werden!
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| Winter: |
'Bredls' halten keine Winterruhe, jedoch ist die Haltung
anzupassen:
Temperatur ähnlich den Sommertemperaturen (durchschnittlich 1°C
weniger), wobei die Höchst-Spitzen (also Temperaturen jenseits der
33°C) wegfallen.
Die Dauer der Höchstwerte sollte jedoch geringer ausfallen (nur ein
paar wenige Stunden), der Rest des Tages 27 - 30°C. In der Nacht bis
minimal 23°C, seltenst weniger!
Da im australischen Sommer die meisten Niederschläge fallen, ist etwas
weniger "Sprühbedarf" vorhanden.
Die Männchen sollten vor der Paarung ab Dezember von den Weibchen getrennt
und bei ca. 22°C gehalten werden, um die Aussicht auf eine erfolgreiche
Paarung zu erhöhen.
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| Zusammenfassung: |
Der technisch-gesehen einfache Haltungsanspruch
an sich ist optimal für Einsteiger.
Jedoch zeigt sich der juvenile Bredl zumeist von der unfreundlichen Seite.
Und das mag gerade am Anfang der Haltung etwas abschrecken.
Zu Unrecht, wie sich später herausstellen wird!
Zwar sind Beißattacken besonders im juvenilen Alter nicht unüblich,
sobald man im Terrarium etwas zu tun hat -und das macht ihn für eine
Vielzahl von Einsteigern wiederum uninteressant.
Aber dieses Verhalten legt sich schnell und der Bredl wird zu einer sehr
umgänglichen Art.
Meist fangen Einsteiger aber auch gar nicht mit dieser Schlange an, schon
immer war "der Bredl" eher eine Schlange, die sich schon erfahrenere
Halter zulegten. Warum auch immer?!
Leider schreckt gerade das unauffällige, wenig spektakuläre Braun
der juvenilen Bredls viele von der Haltung dieser Schlange ab, da sich der
Bredl erst mit ca. einem bis zwei Jahren anfängt umzufärben.
Vorher ist der Bredl eigentlich recht unscheinbar, erst viel später
wird er meiner Meinung nach interessant.
Die Farbintensität im adulten Alter reicht von braun, ziegelrot bis
hin zu einem Fast-Orange - juvenil alle eher dunkelbraun (wir denken meist
immer, der steckt mitten in der Häutung *g*).
Der Bredli ist im Gegensatz zum sonstigen Spilota-Komplex eher Bodenbewohnend,
sein Terrain erreicht bald Halbwüsten-Qualität.
Aber an sich eine sehr robuste Schlange, wenn man ihr die notwendigen Temperatur-Gradienten
zur Verfügung stellt.
Wir haben mit unserem Pärchen eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht:
sowas von unkompliziert bei Handling und Fütterung... da kann sich
ein Teppichpython gerne mal eine Scheibe abschneiden!
Unser Pärchen zeigt sich in den Abendstunden interessiert und aufweckt,
während es tagsüber oft beim Sonnen beobachtet werden kann.
Wir können diese Art uneingeschränkt empfehlen!
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