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Haltungs-Anspruch:
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Einsteiger, Halter mit Erfahrungen
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| Schutzstatus: |
WA II / Anhang B, nicht melde- aber
nachweispflichtig
(Herkunftsnachweis nötig)
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| Herkunft: |
Mittelamerika bis nördliches Süd-Amerika
Diverse Herkunftsgebiete, die sich in unterschiedlichen Merk- malen wie
Färbung oder Größe auszeichnen.
Übliche Herkunftsgebiete sind Belize, Costa Rica, Ecuador, El Salvador,
Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Panama |
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bis runter ins nördliches Peru (diese Boas wurden bis 2009 als
Boa c. longicauda geführt), Bolivien und Brasilien (ehemalige
Boa c. amarali-Tiere).
Tiere, welche nachweislich aus solchen Gebeiten kommen oder abstammen, werden
auch "true locations" oder auch "reinrassig"
bezeichnet, letzterer Ausdruck ist aber falsch (da es keine Rasse in der
Terraristik gibt).
Die Boa imperator (ehemals Boa constrictor imperator) zählt
wohl zu den meistgehaltenen Boas in der Terraristik und gehört zur
Familie der Boiden (Riesenschlangen), der Subfamilie der "Boinae"
(Boas). Zwecks Übersicht empfehle ich den taxonomischen Stammbaum,
welcher unter "GESUNDHEIT /TAXONOMIE" einzusehen ist.
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| Habitat: |
geographische
Übersicht der Herkunftsgebiete
zwecks Anzeige der aktuellen Klimadaten bitte hier
klicken!
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| Größe & Erscheinung: |
Zuerst einmal muss ich auf die taxonomischen
Änderungen verweisen, welche auch oben im Notizzettel "Wussten
Sie schon..?" erwähnt wurden. Noch ist diese Änderung nicht
offiziell, es wird aber so kommen, da diese Änderungen auf genetische
Untersuchungen basieren. Somit wird der Boa-Komplex etwas durchgeschüttelt,
da die Imperatoren nun den Artstatus (nicht mehr den Unterartstatus) besitzen
und einige, ehemalige Unterarten (Boa c. longicauda / sabogae / amarali)
in diese neue Art integriert werden. Der Terrarianer muss also wieder etwas
umdenken und sich auf eine neue Situation einstellen, was ja nicht das Schlimmste
ist, auch wenn manche so tun, es wäre eine Frechheit und ein generelles
Ärgernis, wenn die Wissenschaft neue Erkenntnisse erlangt und Bekanntes
korrigiert.
Leider ist es nun für Besitzer ehemaliger "Sabogaes", "Amaralis"
oder "Longicaudas" so, dass sie keine Boa mit eigenem Unterartstatus
mehr halten, sondern eine gewöhnliche Boa imperator mit dem
Verbreitungsgebiet 'Tumbes/Nordperu' (am Beispiel der "Longicauda")
oder "Pearl Islands/Panama" (am Beispiel der "Sabogae").
Was die Tiere ja aber nicht hässlicher macht, oder?
Die Größe und Erscheinung ist sehr abhängig vom Verbreitungsgebiet
und kann nicht einheitlich beschrieben werden.
Die Größe kann von 120 - 230 cm reichen, von Färbung sehr
dunkel/fast schwarz bis sehr hell, selbst die Musterung kann variieren.
Ebenso ist es fakt, dass die meisten Farb- und Musterungsmorphe von Imperatoren
abstammen, was bedeutet, dass selbst innerhalb eines Verbreitungsgebietes
aberrante Erscheinungen keine Seltenheit sind.
Für eine kleine, diesbezügliche Übersicht über die Lokalvarianten
klicken Sie bitte hier.
Grundsätzlich sind - von den Kolumbianern abgesehen - aber alle Imperatoren
kleiner und leichter und haben meistens (nicht ausschließlich) mehr
Sattelflecken (bis zu 30 statt < 21 bei Boa constrictor), sie
bleiben alle unter zwei Metern, teilweise sogar sehr deutlich unter dieser
magischen Marke.
Die verbreiteteste Lokalform dürfte wohl die kolumbianische sein, welche
in Gewicht und Größe mit einer Boa constrictor constrictor
mithalten kann. Witzigerweise werden Imperatoren oft gerade wegen geringere
Größe und besserer "Handlichkeit" den Constrictoren
bevorzugt, was das Ganze wird ad absurdum führt.
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| Haltung: |
In möglichst großen Terrarien mit stabilen Klettermöglichkeiten.
Das BNA-Gutachten sieht folgende Abhängigkeiten vor:
Mindestgröße bei einer Körpergröße bis 150 cm:
1,0 x 0,5 x 0,75 (Faktoren jeweils mit Körperlänge multiplizieren)
Mindestgröße bei einer Köpergröße ab 150 cm:
0,75 x 0, 5 x 0,75 (Faktoren jeweils mit Körperlänge multiplizieren)
Eine generelle Empfehlung (abweichend zum BNA-Gutachten) können wir
nicht generell aussprechen - obwohl wir das ja gelegentlich gerne tun -
da sich bei den Imperatoren die Körpergrößen und Gewohnheiten
stark unterscheiden können. Während Kolumbianer vergleichsweise
recht groß und behäbig werden/sind, sind Belize-Boas recht klein
und lieben es, zu klettern. In dem Fall obliegt es Ihnen, sich speziell
über die von Ihnen gewünschte Lokalform genauer zu informieren!
Einen kleinen Überblick haben wir ja schon erwähnt.
Die Temperatur sollte 26° - 31° C (Temp.-Gefälle an verschiedenen Orten
im Terrarium, lokal sogar bis max.33°-35°C), nachts nicht unter 23°C
betragen. Luftfeuchtigkeit ca. 65-75 %.
Es reichen 1-2 Verstecke (bevorzugt aus Ton) an unterschiedlichen Temperatur-Stellen,
diese können abwechselnd aufgesucht werden, wobei es schon so etwas
wie ein "Hauptnutzungs-Versteck" gibt, das entsprechend groß
- aber nicht zu groß - ausfallen und eine ideale Temperatur beinhalten
sollte.
Weiterhin sind mehrere Ablagen für die Tiere sinnvoll, tagsüber
wechseln gerade adulte Bewohner gerne an Orte mit unterschiedlichen Temperaturen
- und besonders gerne, wenn diese etwas höher liegen -, um anschließend
wieder auf den Stammplatz/Stammablage zurück zu kehren. Je nach Herkunft
bevorzugen einige Lokalformen auch Kletteräste als Ablage.
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| Beleuchtung: |
12 - 14 Std. tägl.
empfohlen: UV-Licht bzw. Tageslicht zur besseren Ausleuchtung der Farbanteile.
UV-Licht/Tageslicht ist nicht lebensnotwendig, es verbessert bei bestimmter
Farbtemperatur (6700 Kelvin) nur das äusserliche Erscheinen.
Diesbezüglich reicht somit auch eine Tageslichtlampe ohne UV.
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| Futter: |
In der Natur Säuger jeder Art, Vögel und teilweise sogar Echsen.
Im Terrarium Nagetiere (Maus, Ratte) und je nach Endgröße sogar
Kaninchen.
Erfahrungsgemäß ist eine Nachzucht gut auf Frostfutter oder Pre-Killed-Futter
umzustellen. Wildfänge oder direkte, nahe Nachkommen von Wildfängen
können dagegen bei Totfütterung verweigern. Wird tot-/pre-killed
gefüttert, so ist eine additive Vitaminzugabe nur nach Absprache mit einem
fachkundigem Tierarzt oder Schlangenhalter zu empfehlen. Wir geben bei Tot-Fütterung
keine Vitamine bei, wissen aber auch um die qualitativ gute Zucht der Futtertiere.
Generell raten wir sogar von der Vitamin-Zugabe ab.
Ich füttere meine adulten Boas alle vier Wochen mit einer bis zwei
größeren Ratte(n).
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| Winterruhe: |
Keine. Gleiche Tagestemperaturen.
Die etwas niedrigeren Nachttemperaturen kommen meist durch die niedrigeren
Außentemperaturen von selbst zu stande, so daß man eigentlich
außer einer verkürzten Beleuchtungsdauer (10-12 Sunden) nichts
unternehmen muss. Generell aber nicht unter 22-20°C fallen lassen!
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| Jungtiere: |
Wie alle Boas gebären die Boa imperator lebend.
Die Anzahl der Jungtiere sehr variabel, dass kann von 10 bis 35 Jungtieren
gehen. Auch die Größe oder Färbung der Jungtiere kann nicht
tendenziell festgemacht werden, da die Erscheinungsvielfalt dier Art zu
groß ist.
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| Zusammenfassung: |
Die Boa imperator ist eine recht beliebte Art, auch
wenn sie in der Beliebtheitsskala schon mal bessere Tage hatte. Das liegt
wohl auch am stetig steigenden Boom mit Farbmorphen oder "true locations"
und dem nun zurückschlagenden Nachteilen ("IBD", Inzest-Folgen)
und dem "Schmuh", welcher in den letzten Jahren mit "Reinrassigen"
oder "true locations" beim Verkauf gemacht wurde. Da wurde leider
nicht immer das gehalten, was auf der Verpackung stand - oder anders: leider
nicht immer war das Herkunfts-Etikett echt.
Viele "Halter" und "Züchter" meinen zusätzlich,
ein Echtheits-Zertifikat gepachtet zu haben oder die ultimative Meinung
zu Farbmorphen oder "reinen Rassen" verbreiten zu müssen.
Lassen Sie sich davon wenig beeindrucken, urteilen Sie selbst, denn Ihre
Ausrichtung muss nicht die derer sein, Ihre Geschmack darf auch von anderen
abweichen. |
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